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Fortbildung in London für Auszubildende zur Immobilienkauffrau / zum Immobilienkaufmann

22
Jun

Fortbildung in London für Auszubildende zur Immobilienkauffrau / zum Immobilienkaufmann

Im Herbst 2017 konnten 20 zukünftige Immobilienkaufleute am Seminar „Marketing in der Immobilienwirtschaft / The UK Housing Market“ teilnehmen.

Hier ist der Bericht von Esther Weisse, einer erfolgreichen Absolventin:

 3 Wochen London – Die Chance auf einen spannenden Einblick in den doch etwas anderen Häuser – und Wohnungsmarkt

(Projektfahrt 2. und 3. Ausbildungsjahr)

 Hallo Azubis,

ihr kennt bereits den Deutschen und den Berliner Häuser- und Wohnungsmarkt in und auswendig? Dann nutzt die Chance und nehmt an der Projektfahrt nach London teil!

Der Wecker klingelte um 4:00 Uhr in der Früh. Heute ist der Tag, an dem das Abenteuer beginnt. Fragen wie „Ob meine Gastfamilie wohl nett ist?”, „Wie sind wohl die anderen Schüler aus den Parallelklassen?”, „Was wird mich erwarten?” schwirrten mir durch den Kopf.

„Boarding completed” surrte es aus den Lautsprechern im stickigen Flugzeug. Die Stewardessen hampelten in den Gängen noch ihren Sicherheitstanz vor und kurz danach konnte man bereits den Berliner Fernsehturm von oben begutachten.

Die Gänge im Flughafen London Heathrow waren endlos. Die Stimmung war gut.

Vom Flughafen fuhren wir mit einem Bus zu einem großen Parkplatz, wo die Gasteltern bereits aufgeregt winkten. Höflicher Smalltalk im Auto auf dem Weg zum Haus der Gasteltern. Sie waren sehr freundlich und doch war es eine Kultur, an die ich mich anpassen musste. Mein Zimmer war klein und provisorisch mit einem durchaus sehr schmalen Bett und einer Schrankwand eingerichtet. Ich packte meine Sachen aus, schaute aus dem Fenster auf die Hauptstraße und beobachtete die unterschiedlichen Leute, die bei einem Obst- und Gemüsestand einkauften. Zum Abendessen gab es Pommes und Fischstäbchen. Das Essen war in den drei Wochen einfach, aber man wurde satt.

Am nächsten Morgen ging es zum College. Die U-Bahn war laut, bis zu den Türen mit Menschen aus allen Kulturen gefüllt und ich schwor mir, mich nie wieder über die BVG zu beschweren.

Im College begrüßte man uns freundlich. Das Backsteingebäude war sehr niedlich und befand sich nur wenige Gehminuten von der Liverpool Street Station entfernt. Wir hatten verschiedene Lehrer, die uns in mehreren Fächern die Facetten des sogenannten „Housing Market” näherbrachten. Die Erkenntnisse daraus waren die Voraussetzungen für das Examen und die mündliche Präsentation.

Vor der Hinreise haben wir uns in Projektgruppen zusammengefunden, in denen wir in London eine Präsentation über einen Stadtteil, den wir uns vorher aussuchen durften, halten sollten. Der Schwerpunkt lag selbstverständlich auf der Analyse des Wohnungs- und Häusermarktes. Meine Gruppe und ich wählten „Spitalfields and Banglatown“. Wir schauten uns die Umgebung an, die Häuser und die Bewohner des Viertels und interviewten einige von ihnen, um noch mehr über die Wohnungssituation zu erfahren. All unsere Präsentationen liefen sehr gut und selbst die, die mit der englischen Sprache grundsätzlich Probleme haben, konnten hier ein gutes Ergebnis erzielen.

Um das Zertifikat zu erhalten, mussten wir zudem noch ein Examen schreiben. Aber wer während des Unterrichts gut aufgepasst hat, hatte auch hier keine Probleme.

Die Zeit verging schnell und jeden Tag gab es etwas Neues zu erleben, denn wir hatten ausreichend Freizeit, um uns London etwas genauer anzusehen. Kostenlose Museen, tolle Märkte, Shopping Streets, Bars, Restaurants, Parks und unzählige Sehenswürdigkeiten warteten auf uns. Meine Regenjacke musste ich nur selten mitnehmen. Denn von dem berühmt berüchtigten Londoner Regenwetter haben wir nur selten etwas mitbekommen.

Am Tag der Abreise waren wir alle ein wenig wehmütig, denn die drei Wochen sind schnell vergangen und doch freuten wir uns auf unser eigenes Bett, Freunde und Familie und auf unser schönes Berlin. Einige von uns sind gute Freunde geworden und oftmals, wenn wir uns sehen, reden wir über diese drei Wochen voller Erlebnisse.

Schaut euch die tollen Bilder der Projektfahrt an!

 

 Hier noch einige Tipps, falls du an dem Projekt teilnehmen möchtest:

  • Melde dich rechtzeitig bei den Lehrern für das Projekt an.
  • Plane pro Woche mindestens ca. 120 Euro Taschengeld ein, denn allein die Wochenkarte kostet umgerechnet ca. 70 Euro. Zudem ist das Essen deutlich teurer als in Berlin.
  • Leihe dir eine Oystercard von jemanden aus deinem Freundeskreis aus, der bereits schon in London war (wenn möglich).
  • Lade deine Oystercard nicht täglich für die Fahrten, sondern gleich für eine ganze Woche auf. So kannst du unbegrenzt fahren und kannst richtig Geld sparen.
  • Mache dir vielleicht schon vorher Gedanken, welche Orte und Sehenswürdigkeiten du dir ansehen willst.
  • Die Engländer sind sehr höflich. Man bedankt sich bei jeder Kleinigkeit – das solltest du auch tun.

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